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Ruhe 2010

Nach nem internetfreien Blog-Break meldet sich HAYPHOENIX noch vor dem Chinesischen Neujahr (Yin-Yang, gut essen und Böllerreste zünden) zurück und wünscht allen Lesenden…

happy 2010merry xmas

Hangtime zwischen Helfe und Ische

Hangtime Poster

Wir mussten uns früher mit dem Jugendteam Teen Wolf, damals noch in großen Lederdrehsesseln im Gloria reinziehen. Das war 1985 und seitdem haben die USA die Filmrolle voll mit Hoosiers, White Men Can‘t Jump, Hoop Dreams oder He Got Game. Da wird man skeptisch über deutsche Produktionen, aber Hangtime von der Dortmunder 3L-Film ist ein Top-Basketballfilm ohne viel Show-Schnickschnack, der vor allem die schwierige Mentalität eines jungen Basketballspielers wiedergibt mit einer deftigen Prise der aktuellen „Deutsch-Quote“. Typische Lebensrätsel zwischen Bruder, Sport, Kumpels, Freundin, Schule (nix vom Abi?!) und US-College werden mit atmosphärischer Kamera und Clip-Soundtrack (das war die positive Überraschung, perfekt eingeblendet, selbst das ausgelutschte „Hurricane“ von den Scorpions passt beim Endspiel gegen Essen) in die spannend-lustige Story eingebaut, mit coolen Sprüchen der talentierten Schauspieler wie Vinz, Samuel, Rap-Finger-“OG Frodo“ und natürlich dem ruffen „Hanu“ Grothe mit Can-Headcrush lol. Freeman, Dreesen, Griffin und Kruel sind auch zu sehen. Und statt neutralem Publikums-Casting die aktive Fan-Szene von Phoenix inklusive Ische-Hallenwart.

Hangtime - Hanu Grothe

Für mich hätten nur die Kernszenen woanders stattfinden können und damit andere Ecken aus dem heimlichen Basketballhauptstadtdorf gezeigt:
Hagen konzentriert sich hier auf Ischelandhalle und Helfe-Pappelstraße mit Einkaufszentrum, den Korb an der Grundschule haben schon viele Generationen bespielt, in den 80ern stand er noch zum Helfer Bach, aber eher so n Korbleger-Funwurf-Holzbrett. Am besten da die Anfangsszene, wo der ältere Bruder in den damals kultigen „Converse Weapon 86 League HI“ spielt (oder ist es doch geschickte Schleichwerbung im Timewarp mit den neuen Converse Evo?). Jedenfalls haben wir anno dazumals mehr auf dem Freiplatz an der Meinolfschule unterhalb vom Ischeland gezockt oder auf der Hoheleye, wir war‘n ja TSV 1860, nicht SSV.

Vinz in Helfe

Die Location Hamecke Park wär ein besserer Rain-Battle als beim bahnhofsnahen Fitness-Center World Of Sports in der Bergstraße, wo eigentlich nur ein Parkplatz ist. Vinz hätte diesen Festival-Schrebergarten-Park mit seinem Fahrrad auf dem Weg Helfe-Ische durchquert und einen Tartan-Basketballcourt und Fußballplatz auf einem Gelände gefunden. Da hätte es 3 on 3-Szenen geben sollen, wo die Überall-Kicker mal hätten staunen können, daß wir den besseren Ballsport haben. Oder am Ort des alljährlichen BG-Freiluffturniers am Freiplatz Realschule Emst oder volmenah CRG in Haspe oder what have u.
Die nun berühmten Hochhäuser sind die Heimat von Vinz, da trifft er auf dem Dach die Entscheidungen. Ich hätte als erstes Date mit der blonden Tirolerin den Goldberg gewählt, da ist ein guter Chinese in der Nähe und der beste Panorama-Blick über die City im Tal. So dreht sich zu viel um den qualmenden Hagener Norden, wo die A1 Hagens größte Arbeitgeber Stora Enso und das Druck- und Verlagszentrum passiert.

Vinz & Kumpels

Aber okay, Vinz ist halt gefangen in seinem Hochhaus-Milieu, dat is ja die Message. Nicht, ob es ein „Dreckloch“ oder Ghetto ist. Manta Manta spielte auch nur in Wehringhausen. Die Filmleute sind nicht so bewandert in einer lokalen Subkultur und arbeiten Klischees aus, um ein größeres Publikum zu erreichen. Und viele Locations gehen auf die Produktionskosten, denn das hier ist noch Low Budget mit TV-Co-Produktion und NRW-Filmförderung.

Dann halt in Hangtime II.

Aber nur als Sportfilm – und mehr Fans hat Basketball in D bitter nötig – big respect an Drehbuch – Teamgeist, daß der Aufstieg durch Vinz‘ Assist auf Samuel erreicht wird (huch, verraten) – und Regie und die ganze Crew, die in Kino 1 die Bühne füllte. Der gesamte Phoenix-Roster amüsierte sich mit XL-Popcorn und Drinks – JK34, McGee und Q sind echt fly. Auf jeden anschauen und weitersagen. Mehrere Wochen Laufzeit dafür, es kann ja nicht immer „Sommermärchen“ geben, auch wenn’s von der selben Crew ist…

Yes, Erlaubnis von Phoenix

Hallo,

hiermit genehmigen wir die Verwundung von Bildern unserer Homepage, bitte
mit deutlicher Kennzeichnung und Angabe des Links.

Beste Grüße

Mit freundlichen Grüßen

Oliver Herkelmann

Pic-knick genehmigt. For the Good of the Name. Big Blitz :D

Harlem Globetrotters in Hagen!

Harlem Globetrotters Team

Die legendären Original Harlem Globetrotters haben angefragt, in Hagen 2010 eins ihrer umjubelten Gastspiele zu geben.
Zwei der Spieler, Flight Time und Big Easy, machen momentan bei der Emmy-prämierten CBS-Serie „Amazing Race“ mit, wo sie mit 12 anderen Teams acht Länder in 21 Tagen bereisen müssen.

In ihrer 84. Folgesaison reist das bekannteste Basketballteam der Welt erst in über 200 US-Städte und dann rund um den Globus, auf dem sie weit über 20000 Games absolviert haben. Europa, Deutschland und Braunschweig steht im März 2010 auf dem Programm, da biete sich ein Abstecher in die Gründungs-Hauptstadt und seine neue Halle an.
Die letzten Touren der brillianten Basketballmagiekomiker in rot-weißen Hosen und blauen Jerseys mit gelben Sternen führten in die Nähe nach Wuppertal und Dortmund.

Der kicker is‘ da!

kicker sonderheft basketball

Schon einen Tag vor offiziellem Erscheinungstermin erfreute der Anblick des neuen kicker-Sonderheftes Basketball. Mit der ersten BBL-Saison für Phoenix Hagen natürlich mit echtem Kult-Wert. 148 Seiten inklusive Beko-Werbung – die damit auch ganz offiziell der neue Ligasponsor sind, siehe www.beko-bbl.de und LoS, dem Sportausstatter von Phoenix (da hat doch jemand auch eine Last-Minute-Anzeige clever plaziert).
Nach einem leerhülsigen Vorwort des Chefredakteurs Holzschuh, der aus den Fußballstadien bekannt ist, bietet der Inhalt neben einem netten Foto vom Berliner Spielereinlauf den kompletten Spielplan mit abweichenden Terminen vom 09.10. bis 01.05.2010. Am Tag der Arbeit entscheidet sich also alles von Meisterschaft bis Abstieg…
Die neuen Stars von Bajramovic bis King werden vorgestellt, ein Interview mit dem Meistertrainer Krunic, neues über den DBB-Pokal (nach 10 Jahren zurück!) und eine Basketball-Landkarte der drei Hauptligen, bevor es in die Vereinspräsentationen geht mit Saisonprognose, Mannschaftsfoto sowie Vereins- und Teaminfos. Für die schnellen Sucher: Phoenix strahlt auf den Seiten 86 – 89 („Gekommen, um zu bleiben“).

Erste Eindrücke der Liga zwischen 1,75-Guard Zazai und 2,17-Center Kohlmaier:
Meister Oldenburg („Vielfältige Sichtweisen“) hat einen gelben Adler, der eine Möwe sein soll und eine Athletik-Trainerin (!).
Vize Bonn („Neue Spieler, neuer Stil“) stellt sich mit dem rosa Danceteam auf und das Maskottchen ist ein Hybrid aus Samson und Coco, dem Affen.
Berlin („Der Krösus in ungewohnter Rolle“) mit dem klassischen Jugendteam-Foto in zwei Reihen, wo die vordere auf einem Bein kniet.
Bamberg („Gestärkt aus dem Sturm heraus“) zwischen Michelin-Männchen (!) und einem Teddybär mit Minigolfloch zwischen den Augen.
Göttingen („Aus bittersüßer Einsicht gelernt“) mit Kix aus cooler Halbperspektive auf noch coolerem Space-Lila.
Ulm („Im Angesicht des Todes“ – wegen der Hallenfrage) mit innovativem All-Movement-Shot.
Frankfurt („Auf ungewohnt niedriger Flamme“) ziemlich weit entfernt vor einer Bank-Bluebox.
Paderborn („Aus der Not eine Jugend machen“ – Anwärter auf die beste Headline) wie Fußballer auf einem Sommerrasen, auch in Kniereihen.
Artland („Mehr Athletik an engerer Leine“) im hochglanzperfekten Teamfoto mit Clublogo.
Trier („Der Boden für Erfolg ist verlegt“) vor Halle und Porta Nigra mit Maskottchen Aggy und Masseur Mock, die Brüder sein müssen.
Ludwigsburg („Große Ziele = riesiger Druck“ – fast ein von und zu und neben Guttenberg-Zitat) in Bankreihen zwischen Sternenhimmel und Asphaltkante.
Düsseldorf („Der Funke ist übergesprungen“) mit Converse in türkis vor Trinkflaschenparade.
Braunschweig („Nix wie weg mit der Ernüchterung“) nach Grufti-Phantom-Werbung hinter Photoshop-Milchglas inklusive Killershot-Schaffartzik.
Dann im Mittelteil ein Poster von MVP Jason Gardner und der jubelnden Meister Baskets Oldenburg.
Kurzinfo über die 32 Schiedsrichter und 1 Schiedsrichterin.
Tübingen („Umbruch im Zeichen des Unwortes“ – Abstieg oder Konsolidierung) im lockeren Posing nach dem Gym-Workout.
Weißenfels („Rückkehr nach exakt 2000 Tagen“) in Jako vor simpler blau-oranger Wallpaper.
Phoenix Hagen mit kollegialem Gruppenbild, einfach sympathisch, ich wäre Fan.
Gießen („Die alten Zöpfe sind ab“) in künstlerisch hochwertiger digitalisierter Spielercollage mit rotem Tabaluga.
Bremerhaven („Tschüss Abstieg, hallo Play-offs“ – ein durchaus teilbares Saisonmotto) im verschneiten Kühlhaus ohne Gänsehaut.
Nach allen Teams die letzten Saisonstats und eine doppelseitige Kruel-Homestory über Hagen, wat sonst?!
Dazu die komplette Pro A, Pro B, NBBL, JBBL (neu als U16), Euroleague mit Oldenburg, NBA über Nowitzki („Der 12. Versuch“) und Mavs und ein korrektes T-Shirt-Schlußzitat:

„Wenn Basketball einfach wäre,
würde es Fußball heißen“

Ab zum Kiosk und Zeitschriftenhandel mit 4 € oder hier bestellen. Bester Viertel- und Halbzeitpausenschmöker und Autogrammvorlage.