March Madness – Final Four – April 5

NCAA Final Four 2010

Die NBA pendelt allmählich in die Playoffs, da können sich die längst qualifizierten Champions Lakers (54-21, West 1) 47 Punkte und 9 Turnover von Kobe gegen Thunder – die statt der Rockets oder Hornets dabei sind – erlauben und die Ex-Champions Celtics (47-27, East 4) eine blamable Heimniederlage gegen die Nieten der Nets. Die werden Allerletzter im Osten, mit 10-65 am Negativrekord der Sixers vorbeigeschrammt, während die Cavs mit King James und Shaq Attack bei 60-16 und einer 34-4 Heimmacht schon als Champion-Nachfolger gelten, zum ersten Mal in ihrer Geschichte. In zwei Wochen endet die Regular Season, die Standings verraten mögliche Erstrundenpartien und Wegprognosen.
Statt Playoff heißt es in der NCAA K.O. oder im Volksmund „March Madness“. Nicht nur die Stimmung bei College-Spielen ist viel besser, wenn die Studierenden hinter den Körben ihre Teams kreativ und fanatisch anfeuern. Spannung ist garantiert vor dem hüpfenden Highlight aller 65 Uni-Teams und ihren möglichen zukünftigen NBA-Stars: das Final Four am NCAA-Hauptsitz Indianapolis. Das riesige Lucas Oil Stadium der NFL-Colts – in diesem Jahr überraschend nur Super-Bowl-Vize gegen die New Orleans Saints – wird dieses Turnier hosten. Die Halbfinals am Ostersamstag und das Finale am Ostermontag vor 71300 Fans, schon die Trainings sahen an die 45000. Basketball Crazy Indiana.

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Wer wird Nachfolger der North Carolina Tar Heels?
Kansas sind die großen Verlierer 2010. Die hohen Favoriten Kansas Jayhawks wurden schon in der ersten Runde von den Northern Iowa Panthers gefressen, die Kansas State Wildcats erwischte es im West-Finale gegen die Butler Bulldogs. Die Local Underdogs, nur 6 Meilen vom Finalort im durch den Kultfilm Hoosiers bekannten legendären Hinkle Fieldhouse beheimatet, spielen ab 00:00 Uhr unserer Zeit gegen die auch an Nummer 5 gesetzten Vorjahres-Vize Michigan State Spartans (1979 und 2000 NCAA-Champions) um den ersten Finalplatz. Die gewannen das Midwest Final knapp per Freiwurf zum 70-69 gegen die Tennessee Volunteers und sind zum 6. Mal in 12 Jahren dabei.
Gegen 03:00 Uhr in der Nacht dann werden sich die notorischen Duke Blue Devils von der 606 Meilen entfernten Ostküste (NCAA-Champions 1991, 1992, 2001 aus 15 Final Fours) – zugleich die letzte Generalprobe von Dream Team Coach Mike Krzyzewski vor der WM 2010 in der Türkei – mit den West Virginia Mountaineers messen, die seit einem halben Jahrhundert (1959) die erste Final Four-Teilnahme feiern. Im East Final wurden die 7maligen Champions – nur UCLA gewann mit 11 Titeln mehr – und Publikumsmagnet (im Schnitt 22239 Fans) Kentucky Wildcats gezähmt.
Es könnte also historisch werden im ersten Finalturnier, das in einem sonst viel populäreren Football-Stadion stattfindet. Gut für den Basketball, immer noch dritte Sportart nach Pille und Puck in den Staaten.
In den Halbfinals werden harte Rebound Battles erwartet mit den einen oder anderen Dreierserien, Monsterblocks und Slam Dunks. Ansonsten viel Taktik auf höchstem Jugendbasketball-Niveau, frisch und hungrig noch ohne Millionengehälter. Im Finale wäre ein Devils-Sieg normal – die landesweiten College-Fans würden es den Bulldogs gönnen. Mag das Motto auch „The Road Ends Here“ lauten, der Weg mancher Studentenspieler könnte in die NBA führen, oder nach Europa und in die BBL…

Mehr auf der NCAA-Homepage – natürlich mit Spielen in voller Länge, hier direkt im Stream. Oder Hintergrundberichte bei CBS Sports und Indystar.

NCAA Final Four Indianapolis