Archiv für Oktober 2009

Happy Halloween im Artland nachfeiern

Das letzte Wochenende können wir vergessen. Gegen die Favoriten Bonn und MBC gab es nix zu holen. Speziell die Reise in den Telekom Dome kam einer Vorort-Schnäppchentour zu POCO gleich. Desolat unter Wert wie das 59:82 war auch das 75:85 der erstligaschwachen Trefferquote verschuldet. So könnte es im November weitergehen, wenn denn der Spielplan moralisch wäre: Frankfurt, Berlin und Düsseldorf sind genau wie Spitzenreiter Artland Dragons eigentlich nur Erfahrungswerte für unser Aufsteigerteam. Aber nun sind wir mit Turek komplett und an einem guten Abend können die Körbe auch für uns glücklich fallen, wie Mitaufsteiger MBC letzten Sonntag in der Färberstraße. Einige Dreier hintereinander und man läuft das ganze Spiel einem Rückstand hinterher.

In den bisher sechs Spielen hätte André McGee seine Dreierversuche für andere Spieloptionen verwendet, denn 13 Treffer aus 38 Versuchen (nur der Ulmer Humphrey und der Bremerhavener Buford toppen das) und drei Turnover pro Spiel lassen nur auf einen besseren Aufbau hoffen.

Kompliment, daß die Supporters auch unseren 3er-Dreesen fordern und ihn während der Aufholjagd mit Gesängen bedachten. Irgendwann…

Im direkten Vergleich braucht sich Phoenix in der Höhle des Drachen nicht vor dem Feuer zu scheuen:

Trefferquote 51:42 %
Zweierquote 59:51 %
Dreierquote 43:29 %
Freiwurfquote 74:63 %
Rebounds 32:39
-Defense 23:26
-Offense 9:13
Assists 14:11
Steals 6:4
Turnover 13:15
Blocks 1:4
Points Per Game 82:74
Efficiency 86:66

Wenn diese kalten Zahlen in die Taktik spielen, dann hat Hagen eine Chance unter dem Korb über Rebounds und Blöcke. Darius Hall #11, Darren Fenn #24 (bester mit 5 RPG) und Florian Hartenstein #54 klingen gegen Kale, Kruel und Turek nicht wie ein siegessicheres Center-Trio. Den Platz am Beko-Kühlschrank haben die Quakenbrücker eher wegen der Guards/Forwards Toby Bailey #22, Folarin Campbell #21 und Alexander Seggelke #7. Forward Nathan Peavy #31 ergänzt die Stärken um Topscorer Ronald Ross #5 mit 16 PPG, aber nur 18 % Dreiern. Teamstärke – nicht zu vergessen Achmadsha Zazai #10, mit 175 cm der kleinste BBL-Spieler – muß es wohl gewesen sein, daß die Artländer Drachen fünf Siege aus sieben Spielen einfuhren, nur in Braunschweig (86:94) und im letzten Heimspiel gegen Bamberg (68:74) mussten sie sich ergeben. Vielleicht ist es die frühe Wut im Bauch der Pokalsieger von 2008, die ja in der letzten Saison erstmals die Play Off-Teilnahme verfehlten.

Artland

Die Auswärtsfahrt geht in eine norddeutsche Landschaft, die es fast zum offiziellen Weltkulturerbe geschafft hätte mit seinen 700 denkmalgeschützten Fachwerkhöfen. Es muß so sein, als wäre man in einem überdimensionalen Selbecker Freilichtmuseum. Der Spielort Quakenbrück feiert 2010 sein 775jähriges, aber außer einer Jubel-Konfirmation von einem benachbarten Schützenverein ist auch an Allerheiligen nichts zu erwarten. Nur die Artland Arena wird wie schon seit dem Aufstieg 2003 mit 3000 Plätzen restlos ausverkauft sein und berüchtigte Stimmung verbreiten.

Artländer Drache

Im Artland, entweder vom lateinischen Ackerland oder von den altgermanischen Siedlern abgeleitet, dreht es sich meistens um Bauernkunst. Der einstige Wohlstand der Bauern ist praktisch nur noch in dieser Gegend sichtbar, wenn auch der Strukturwandel das Überleben dieser Kulturruinen erschwert. Das Wappen der Samtgemeinde zeigt „von Rot und Silber im Wellenschnitt gespalten, darin in verwechselten Farben zwei einander zugewendete Drachen ohne Flügel und Klauen.“ Der Artländer Drache (oder „Drudemänneken“) ist zudem ohne Beine, sieht eher aus wie ein freches Seepferdchen und findet sich meistens an Kirchen, Häusern und Möbeln. Nix gegen scharfe Feuervögel aus der Jugendstilwiege Hagen…

Erinnern wir uns an gute Anfänge, wie im ersten Saisonspiel in Giessen, wo wir den ersten und bisher einzigen Auswärtssieg feiern konnten (hurra, hurra, die Memory Card is da):

Applaus in GiessenSieg in GiessenPogo in GiessenJubel in Giessen

Artland Arena

Fotos: Artland, Artland Dragons & HAYPHOENIX)

Vize-Bonn ausfunken: Roll over Beethoven!

Bonn Rhein In Flammen

Telekom Dome

Bonn, here we come!

Die 130 km-Auto & Busfahrt (bzw. dreistündige VRR & VRS-Fahrt) in die Ex-Bundeshauptstadt steht am Freitag an, um im Telekom Dome (Tip Off 20 Uhr) in den Blöcken O bis P und drumherum Phoenix Hagen anzufeuern.

Laute Kommunikation ist gefragt in der schätzungsweise halb leeren 6000er-Basketshalle (erste vereinseigene BBL-Halle) in Bonn-Hardtberg, wo uns der größte Fanclub der BBL erwartet, die fast 600 Mitglieder starke „Defense“. Wenn die pinken Trikots nicht so furchtbar schwach machen würden…

Bonn am Rhein, eine der ältesten Städte Deutschlands, ist provinziell geworden. Nach der Wiedervereinigung verließ ein milliardenschwerer Regierungstross 1999 Richtung Berlin und hinterließ Regierungsgebäude, neben denen der Posttower thront, besetzt vom Monopolelefanten Telekom. Geblieben neben leerstehenden Politikdenkmalen und einigen UN-Verwaltungsgebäuden ist der Titel der Geburtsstadt des flämisch-deutschen Symphoniehelden Ludwig van Beethoven, der früh mit der Familie nach Wien auswanderte, um über die Klassik der Romantik den Weg zu bereiten.

Weniger romantisch ist der Saisonstart beim 1995 gegründeten noch titellosen fünfmaligen rosaroten Vizemeister. Der 89:81 (49:37)-Auswärtssieg in Ulm war die einzige Freude, es folgten ein knappes 75:76 (36:34) gegen Artland vor 5030 Zuschauern und der 71:91 (40:50)-Wölferaub: am letzten Freitag gingen die meisten der 4710 geschockten Zuschauer beim Kantersieg von Mitaufsteiger MBC Weißenfels früher nach Hause. Das Spiel in Bamberg wurde jeck auf Karnevalsbeginn am 11.11. verlegt, als wenn Humor und Kamelle noch an Halloween gesammelt werden müssten.

Kulturtechnisch lockt die Kunst- und Ausstellungshalle (werktags & sonntags bis 19 Uhr/samstags bis 22 Uhr) mit einer Ausstellung über „James Cook und die Südsee“. Jede Navigation mit großen Zielen braucht lange Lernprozesse.
Bleibt Phoenix überraschend im Play Off-Schiff? Vergleiche schwanken, Bonn in Abstiegstiefen und Sonntag kommen die Sachsen-Wölfe, die trotz des 91:101 im unbesiegten Artland starker Zweiter sind – verkehrte Welt in der Tabelle, als wären die Prognosenkompasse noch seekrank in der neuen Saison.

Beethoven Halle

Zwei angeschlagene Aufbaupieler rechtfertigen aber nicht, was die Baskets gestern in Angriff und Abwehr ablieferten – so desolat hat man eine Bonner Mannschaft lange nicht mehr gesehen. Baskets-Headcoach Mike Koch sah es genauso: „Diese Leistung lässt sich auch nicht mit unseren angeschlagenen Aufbauspielern entschuldigen. Von jedem Spieler hätte mehr kommen müssen.“
(Kölnische Rundschau 16.10.09)

Höchste Gefahr geht vom 2,09-Hünen Chris Ensminger #5 aus, der aber auch nur im Schnitt 8 Rebounds abgriff und 15 Punkte meldete (bei 14-26 Würfen). Das Brettbollwerk ergänzen Patrick Flomo #13 (7 P/4 R/2 B) und der 130 kg-Kühlschrank John Bowler #9 (7 P/ 2 R). Aber die Baskets wähnen sich noch in unvollendeten Symphonien, denn außer Shooting Guard Bryce Taylor #4 (auch 15 Punkte) und Small Forward Vincent Yarbrough #12 (10 P/5 R/88 % FW) suchen besonders Go-2-Guy
Jared Jordan #10 (10 P/7 A/3 TO) und der Bonner 2,10-Eurobasket-Riese Tim Ohlbrecht #14 (8 P/4 R) etwas verschlafen nach Normalform. Das Team scort nur 58 % (Phoenix 52 %) aus dem Feld, 37 % für 3 (wir bei 28 %), versenkt aber stabile 74 % Freiwürfe (61 % kullert Hagen rein). Vielleicht scheint der Eurocup ab Ende November lukrativer, Phoenix jedenfalls gastiert zur Generalprobe vor dem Bonner DSF-Heimspiel gegen die Euroleague-Loser aus Berlin.

Letzte Rechnung…

PPG: Bonn 78 Hagen 78
Effizienz: Bonn 76 Hagen 72

Well, if you feel you like it
go get your lover, then reel and rock it
Roll it over and move on up just
a trifle further and reel and rock it,
roll it over,
Roll Over Beethoven rockin‘ in two by two

(„Father of Rock‘n'Roll“ Chuck Berry)

Telekom Baskets Webcam

(Fotos: Telekom Baskets Bonn & flickr)

Turek „Centergott“?

Diese Worte über einen Turek kennt man hierzulande nur vom Fußball, als bei der Weltmeisterschaft 1954 der Torwart Toni für Deutschland hielt und den Radiomoderator fanatisierte. Der nach den Abschieden von Osby (Israel) und Finn (Ukraine) vakante Centerplatz wird über das ISM Management durch John Turek gefüllt. Geboren am 19.02.1983 in Council Bluffs, Iowa (wo ja schon der deutsche NASA-Astronaut Hans Schlegel Austauschschüler war) holte er den Freshman-Rekord für die Nebraska Huskers mit 162 Rebounds und 39 Blocks. Auch beim Golfen zeigte er im Stadtturnier als Zweiter gute Zielqualitäten.
Turek glänzte durch Konsistenz in 86 von 88 Spielen auf den College-Parketten. Vor seinem letzten NU-Jahr arbeitete er sich hoch zum vierten All-Time-Husker mit 678 Punkten, 541 Rebounds und 128 Blöcken, schloß seinen Bachelor in Business Marketing ab und packte die Koffer 2005 gen Europa.

John Turek - Nebraska Huskers

Im Saisonwechsel spielte er in Holland bei den Almere Pioneers (26 Sp/17 P/10 R/2 A/2 S), wurde 2006 zum Dutch All Star Game berufen, ging zu Meistertrainer Ton Boot bei den Groningen Capitals (40 Sp/25 Min/8 P/7 R/2 ST) sowie nach Belgien zu den Gent Dragons (33 Sp/13 P/11 R). An Turek’s ehemalige Spielorte kommen übrigens Mitte November die „USA Basketlegends“: Basketball-Bizarro Dennis Rodman, Crossover-Dribbler Tim Hardaway und der kleinste NBA-Player aller Zeiten, Muggsy Bogues (1, 59 Meter)!

Dann ging’s nach Polen zu Turow Zgorzelec und dem Ex-Berliner und Kölner Coach Sasa Obradovic. Im Eurocup in sechs Gruppenspielen gelangen die einzigen beiden Siege gegen Bamberg (wie das für die „Freak-Franken“ blamable 39-69), Turek kam auf 17 Minuten Spielzeit, in denen er 5 Punkte, 4 Rebounds und 2 Blöcke fabrizierte, aber mit Wurfquoten unter 50 %. In der polnischen Liga lief’s besser mit 19 Minuten, 8 Rebounds, 4 Punkten und 60 % Treffern in 40 Spielen.
John Turek soll der letzte Neuzugang bleiben (!) und mit seinen 2,06 m und 105 kg Kruel und Kale gut entlasten. Welcome to Hagen!

Turek Action

Schwäbisches Weekend II: Um Ulm und um Ulm herum

Kale Dunk v Ulm

Happy Birthday JK34: unser Friar-Center feierte seinen 24. Geburtstag. Und machte ihn mit seinen 26 Punkten und 15 Rebounds zum Hagener Festtag. Dabei sah es nach der 72:84-Falschfahrt nach Tübingen nicht so gut aus vor dem zweiten Heimspiel gegen Ulm, die am Freitag überraschend Bamberg mit 76:75 bezwungen hatten. Da wurde schon klar, daß die Orange-Schwarzen von der Schwäbischen Alb über Trice, Burns und Collins spielen lassen mit Ex-Hagener Per Günther als purem Aufbau mit Assists und Steals, dazu mit Bryant als zweitbestem Blocker der BBL. Eigentlich rechnete das Land mit zwei Niederlagen der Westfalen gegen die Schwaben. Aber dann kam alles ganz anders.

Phoenix Bird BBL03

Unser Geburtstagsmann eröffnete mit zwei Körben das zweite Heimspiel unter verbesserten Parkbedingungen im Umfeld der Färberstraße, die diesmal „nur“ 2637 Fans anzog, vielleicht wegen der Sichteskapaden während des ersten Heimspiels gegen Paderborn, vielleicht wegen der Herbstferien in Nordrhein-Westfalen, vielleicht auch wegen des Miniderbies in der Fußball-Bundesliga zwischen Borussia Dortmund und VfL Bochum.
Über 19:14 und 21:16 ging es dann aber wegen Fehlwürfen in eine John Bryant-Phase: in vier Minuten Block, zwei Rebounds und Korb zum 23:24 nach dem 1. Viertel. Es dauerte bis zur 19. Minute, bis bei Phoenix der erste Treffer von jenseits des 6,25 m-Bogens saß, Chase Griffin zeigte beim 36:38 schon seine Schußstärke vor dem brisanten Finale. Daß die Ulmer mit einem 42:36 in die Pause gingen, war der Korbstärke von Burns, Bryant und dem besten Center Coleman Collins zu verdanken, die keinen Respekt vor der schweißtreibenden Injoy-Atmosphäre zeigten.

Nach dem Frischebreak hatten sich Kale und Kruel Gegenwehr vorgenommen und eroberten sich Ringhoheit zurück, die Feuervögel lagen dank eines weiteren Dreiers in der 25. Minute wieder vorne: 49:48. Vier Fehlwürfe für 3 genügte ein Dreipunkte-Konter von Benzing, um Ratiopharm beim 54:59 vor dem Schlußviertel weniger Kopfdruck zu bereiten. Die harmlose Drei-Minuten-Stippvisite von Lokalmatador Grothe hatte Spohr mit einem Fehldreier, einem Foul, zwei Fehlfreiwürfen und einem Ballverlust in nur zwei Minuten noch unterboten.

Kruel hielt dagegen, McGee traf halbwegs von außen und Fleetwood per 3 im perfekten Moment. Bei -02:29 vor dem Ende stand es nur noch 69:73. Collins und Burns zeigten bei sechs Strafwürfen Nerven, Phoenix konnte nach einem Offense-Foul von Collins und folgendem Kale-Korb hoffen: -00:47 73:73. Extra Time oder doch Crunch Time-Jubel?

Crunch Time Griffin
Final Countdown zwischen Chase und Per

Griffin nahm bei 13 Sekunden vor der Schlußsirene leider die Dreier-Option statt einem sicheren Zwei-Punkte-Versuch, so daß die mehr vor dem Sieg zitternden Gäste innerhalb von nur einer Minute die zweite Auszeit brauchten. Kale foulte Trice und wieder entschied Ingo Freyer in der Auszeit, beim 73:75 Chase Griffin die siegbringenden drei Punkte nehmen zu lassen, möglichst foulnah. Eine Verlängerung hätte dieses trotz der Schlußdramatik noch spannenden, aber wie gegen Paderborn und in Tübingen schwachen Wurfspiels nicht mehr verdient gehabt.
Win or die, den Nerven musste Chase in der Tiefenpsychologie vor dem Freiwurfring stellvertretend und mutterseelenallein standhalten. Der „Charity Stripe“ wurde zum vorgezogenen Halloween-Sammeltag: mit stoischer Killer-Bravour rauschten alle drei Würfe durchs Netz und zum Siegerglück versagte Ex-Hagener Per Günther der Ulmer Buzzer Beater. Die Mannschaft wilderte durch den Hallenjubel, im vierten Spiel war der zweite Sieg perfekt, genau zu Jon Kale’s Geburtstag. Dazu der erste Heimsieg der Saison und nach sechs Jahren Bundesliga-Fata Morgana! Aber die BBL scheint sich in der Anfangsphase noch wie die Pro A über die Wundertüten zu formen, da muß Phoenix cleverer basteln, um frühe Überraschungseffekte zu nutzen. Denn wenn die Turnover und Fehlwürfe für die Spannung sorgen, kann das viele Aufholkräfte kosten in den Doppelwochenenden.

Das kann doch nicht wahr sein! Ulm verliert in Hagen mit 76:75.
Obwohl man das gesamte Spiel über knapp geführt hat, verspielt man am Ende den so wichtigen Auswärtssieg.
2.40 vor Schluss führte man noch mit 7 Punkten doch von da an vergab man 4 Freiwürfe und lies Hagen das Spiel 40sek vor Schluss ausgleichen.
Dannach vergaben beide Teams ihre Würfe, doch 4sek vor Schluss wurde Rocky Trice (ähnlich wie gegen Bamberg) gefoult, er traf beide zur 75:73 Führung.
Doch was dann passierte müssen die Augenzeugen genauer berichten.
Auf jeden Fall beging Trice 2 Sekunden vor Schluss ein Foul an Griffin, der gerade den 3-er warf. Die Folge daraus, 3FW’s für Hagen. Griffin blieb cool traf alle 3 und gewann damit das Spiel.

(Flobama bei Schoenen Dunk)

„Wir brauchten am Ende natürlich auch Glück, aber das ist in unserer Situation wichtig. Ulm wäre auch ein gerechter Sieger gewesen. Insgesamt haben wir an der oberen Grenze von dem gespielt, was derzeit geht. Wenn wir das nicht tun, können wir ohne fitte Spieler und einen weiteren Center kaum ein Spiel in der Beko BBL gewinnen. Mit 4:4 Punkten sind wir unter diesen Umständen sehr zufrieden.“
(Phoenix Coach Ingo Freyer)

Aber: Wochentraining diesmal Richtung Turnover. McGee, Kale und Kruel gehören zu den Top 5 unter den Ballverlierern…

Chase Griffin Phoenix Bird BBL04

(Fotos Jörg Laube / Phoenix Hagen)

Schwäbisches Weekend I: Roll over Tübingen

Sporthalle Europastraße Tübingen
Europastraße Tübingen - Solar oder nicht Solar?

Die noch junge BBL-Saison fordert die Feuervögel am Freitag auf die längste Auswärtsfahrt der Hinrunde. 434 Kilometer an Frankfurt am Main und Stuttgart vorbei in eine der jüngsten Städte Deutschlands: im klassischen Universitätsstädtchen Tübingen sind die Menschen im Durchschnitt 38 Jahre alt. Einige Dichter und Denker dieses Landes lebten hier: Philipp Melanchthon, Georg Wilhelm Friedrich Hegel, Friedrich Hölderlin, Eduard Mörike, Hermann Hesse, Papst Benedikt XVI., die Gmelin-Dynastie sowie die Bundespräsidenten Roman Herzog und Horst Köhler.

Tigers Tübingen

Soviel junge Kopflastigkeit braucht Phoenix gar nicht, um am dritten Spieltag die startstotternden Feldquoten zu verbessern. Tübingen sorgt nach den Frankfurt Skyliners (174 Versuche) Artland Dragons (164) mit 132 Würfen für Schützenfeste, aber die Tigers treffen aus nah (54 %), mittel (24 %) und fern (27 %) ähnlich zahm. Seien es #24 Romeo Travis (13-23 2er/2-7 3er trotz 25 PPG), #11 Michael Jenkins (9-15/3-15 trotz 17.5 PPG), #8 Aleksandar Nadjfedji (5-10/1-6) #6 Branislav Ratkovica (3-7/2-9) oder #7 Dane Watts (4-7/2-6) – zwei Spiele, zwei Niederlagen.

Gegen Mitaufsteiger MBC eröffneten sie mit einem 91:95-Krimi nach Verlängerung in der heimischen Paul-Horn Arena, wo sich auf den 3180 Plätzen gerade mal 2100 Fans auf die 6. Saison seit dem Aufstieg 2004 freuten. Vielleicht zollen die Durchschnittsjahre der Finanzkrise Tribut, mehr als 17 Siege (10. Platz 2006/07) schafften die Schwarz-Gelben nie.
Das Montagabendspiel vor vollem 6800er-Haus in „Freak City“ Bamberg schockte zu einer 33:57-Halbzeit, die in einer nur knappen 75:84-Niederlage endete, wegen des letzten 26:13-Viertelgeschenks, aber auch wegen Go2-Guy Travis (25 Points) mit drei Dreiern in Serie.

Ich rechne mit ähnlichen Siegchancen wie in Giessen, sollte Phoenix die lange Fahrt abschütteln können, um einen guten Powerplay-Start hinzulegen, vielleicht mit Chase Griffin’s erstem Saisondreier:

„well, early in the mornin i‘m a-givin you a warnin
dont you step on my blue yellow shoes.
hey diddle diddle, i am playin my fiddle,
aint got nothin to lose.
roll over tübingen and tell phoenix hagen the news“
(based on chuck berry)

your 10th three-point effort „a bang for the buck“

never mind the 430 km :)

(HAYPHOENIX @ facebook)

s'Tigerle "s'Tigerle"

Nach dem Platzhirschtest in der neuen Halle an der Färberstraße kommt Sonntag wieder um 19 Uhr Ratiopharm Ulm mit dem US-Trio Trice, Humphrey, Collins, dem Eurobasket-Rookie Benzing und unserem alten Kumpel Per Günther!
Das Rückspiel in Ulm wird die längste Auswärtsfahrt der Saison: 484 Kilometer. Aber nur Peanuts gegen die stundenlangen Inlandflüge der NBA-Teams, also keine Ausreden.

Wir üben schon mal über Ulm, um Ulm und um Ulm herum…

Ratiopharm Ulm